Indonesien

Der östliche Teil Indonesiens liegt im sogenannten Korallen-Dreieck und offenbart unter Wasser eine der grössten Biodiversitäten dieser Welt. Jeder Tauchgang beschert neue, faszinierende Einblicke in diese noch recht unbekannte Welt. So werden im Korallen-Dreieck auch heute noch immer wieder neue, zum Teil endemische Spezies entdeckt. Indonesien ist der weltgrösste Inselstaat und besteht aus über 17’500 Inseln. Die grössten Inseln sind Sumatra, Java, Borneo, Sulawesi und Neuguinea. Indonesien liegt auf dem sogenannten zirkumpazifischen Feuerring. Das heisst, dass die Inseln meist vulkanischem Ursprungs sind. Auch heute existieren in ganz Indonesien noch ca. 150 aktive Vulkane. Die einzige der Hauptinseln, welche keinen aktiven Vulkan aufweist, ist Borneo.
Zwischen den Inselketten liegen die Floressee, die Bandasee und die Javasee. Am nördlichen Ende Sulawesis liegt die Celebessee. Im Norden liegt das Süd-Chinesische Meer, im restlichen Norden und Osten der Pazifik und im Süden und Westen der Indik. So wundert es nicht, dass Indonesien über mehr als 1000 bekannte Tauchplätze verfügt und es kommen stets neue hinzu. Das Spektrum der Fauna reicht vom Kleinstlebewesen wie Pigmäenseepferdchen bis zum Walhai. Die Artenvielfalt der Flora wiederspiegelt sich an den herrlich bewachsenen Steilwänden. Viele der Tauchplätze liegen ‘off the beaten Track’, weit weg vom Massentourismus. Dies bedeutet neben geringer Belastung der Tauchplätze durch Taucher aber auch, dass die nächste Dekokammer sehr weit weg sein kann. Auch sind viele der Tauchplätze, bedingt durch teils starke Strömung nicht ‘anfängertauglich’. So macht es durchaus Sinn, sich vor einem geplanten Tauchurlaub in Indonesien über die zu erwartenden Bedingungen beim Reiseanbieter zu erkundigen.
Viele der Regionen können das ganze Jahr betaucht und bereist werden. Die Sicht sowie die Fauna wird jedoch stark von der Regen-/Trockenzeit beeinflusst. Das bedeutet, dass die Chance, gewisse Tiere zu sichten stark von der Saison beeinflusst wird. So ist der Mondfisch fast ausschliesslich zwischen Juni und November anzutreffen.
Grundsätzlich ist von Oktober bis April Regenzeit. Da sich Indonesien aber über eine riesige Fläche ausdehnt, bestehen diesbezüglich in verschiedenen Regionen Ausnahmen. Auch hier ist es sinnvoll, sich über das zu erwartende Lokalwetter beim Reiseanbieter zu erkundigen.
Indonesien galt über viele Jahre hinweg als politisch stabil und als Vorbild für das friedliche Zusammenleben verschiedenster Religionen. In Indonesien leben mit 199 Millionen (88% der Bevölkerung) mehr Muslime als in irgend einem anderen Land der Welt. Trotzdem waren bis 2010 kaum Konflikte zwischen der muslimischen Mehrheit und den anderen fünf gleichberechtigten Religionen bekannt geworden. Jedoch starben 2002 über 200 Personen bei einem Bombenanschlag durch Extremisten auf Bali. Auch wurden in Jakarta in 2005, 2009 und 2016 Attentate auf Hotels verübt. Im May 2018 sprengten Extremisten des Islamischen Staates in Surabaya drei Kirchen. Die Region um Surabaya galt früher aufgrund ihrer Religionsschulen als Sammelplatz radikaler Islamisten. Seit geraumer Zeit ist in ganz Indonesien eine Radikalisierung des Islam zu beobachten. Es empfiehlt sich deshalb, die aktuellen Reisewarnungen zu beachten.